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Der Thomas-Preis

Den Thomas-Preis verleiht der Lions Club Kempen in unregelmäßigen Abständen seit 1994. Die Auszeichnung geht an Menschen, die selbstlos Hilfe leisten und anderen in Not beistehen. Dabei geht es dem Club im Sinne des Thomas von Kempen nicht nur um materielle Hilfe, sondern auch um persönliche Zuwendung und immateriellen Beistand. Erste Preisträger waren derArbeitskreis für Asyl und Menschenrechte sowie die Altenhilfe Kempen. 1996 ging der Thomas-Preis an Hermann und Ute Schmitz von der Pro Paraguay Initiative. Bevor Angela Aretz den Förderpreis für Gemeinsinn für ihr Straßenkinderprojekt Hogar Arbol de la Esperanzain Ecuador bekam, ging der Preis anno 2001 an den beliebten Bezirkspolizisten Jakob Schlabbers. 2004 folgte der Krefelder Chefarzt Dr.Otto Paulitschek, der als "Slum Doctor" für Manila dem Verein "Ärzte für die Dritte Welt" angehörte. 2008 setzte Walter Simon das Thomas-Preisgelb ein u.a. für Behinderte in Kempen und Bedürftige bei der Malteser-Lourdes-Wallfahrt. 2011 unterstützte Dr. Martin Kamp, der heutige Präsident, den Thomas-Preis für seine Tadschikistanhilfe TajikAid ein.

Der Thomas-Preis 2018 des Lions Club Kempen geht an Professor Dr. Klaus-Peter Hufer. Der 69-Jährige bekommt den Förderpreis verliehen für seinen unermüdlichen Einsatz für Meinungsfreiheit und gegen Stammtischparolen. "Professor Hufer setzt sich für Toleranz und Offenheit gegenüber Andersdenkenden, anderen Religionen und fremden Kulturen ein", sagte Dr. Martin Kamp, der Präsident des Kempener Lions-Jahres 2017/2018, bei der Verleihung. Der Festakt fand im Rokokosaal statt, der guten Stube der Stadt Kempen. Dr. Kamp hatte den renommierten Politikwissenschaftler als Preisträger vorgeschlagen. "Mit seinem Wirken trägt Professor Hufer in einer globalisierten Welt maßgeblich zu einer friedlichen und offenen Gesellschaft bei", so die Begründung des Lions-Präsidenten. Dieses Handeln sei im Sinne des Namenspatrons Thomas a Kempis und macht Hufer zu einem würdigen Thomas-Preisträger des Kempener Lions-Clubs. "Sein besonderes Augenmerk gilt dem Rechtspopulismus, dem er stets energisch entgegengetreten ist", sagte der ehemalige Kreis Viersener Archivar Paul-Günter Schulte bei der Laudatio. Schulte, selbst Mitglied des Kempener Lions-Clubs und von 1979 bis 1988 Archivar mit Dienstsitz in der Kempener Burg, hat lange mit Hufer zusammengearbeitet und sich mit ihm ausgetauscht. Nach der Überreichung der Urkunde verkündete Hufer, wem er den Preis und die damit einhergehenden 3000 Euro stiftet. "Ich halte das Engagement meines Freundes Roland Kühne für die Menschen auf Haiti für beispielhaft und bewundernswert." Der Kempener Berufsschulpfarrer Roland Kühne und sein Team leisten seit Jahren in der von Naturkatastrophen geschundenen Karibikinsel Aufbauhilfe.